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Diamantenfieber

Beschreibung:

In diesem Spiel begeben wir uns in die zwielichtige Unterwelt. Es geht um dunkle Geschäfte und finstere Typen: Diamanten, Hehler, Juweliere, Bosse, ganze Hehlerringe, jede Menge Geld, und natürlich auch Polizisten. Diamanten werden ge- und verkauft, es wird geschmuggelt, getrickst, bestochen und betrogen...
Natürlich geht es dabei aber immer um eins, den Profit! Jeder Diamantenring, will natürlich beim Geschäft mit den Klunkern die meiste Kohle machen, denn wer Geld hat, ist der Größte. Alles geschieht im Dunkeln und niemand kennt auch nur die nächsten Verbindungsleute, sondern gerade je ein Codewort, um mit dem Typ oberhalb und dem armen Schwein unterhalb in Verbindung zu treten - ist ja klar! Aber wehe, die Polizisten bekommen Wind, durchsuchen einen und nehmen ihm die heiße Ware ab!
Noch schlimmer aber ist, wenn die vom anderen Ring die eigenen Codewörter herausbekommen, und damit auch an die Ware herankommen können!

Ziel des Spieles ...

ist es, so viele Diamanten wie möglich vom Boß über einen V-Mann, Hehler und Juwelier zum/zur SpielleiterIn und damit an der Polizei vorbei zu bringen. Diese versucht natürlich, so viel Ware wie möglich sicherzustellen und aus dem Verkehr zu ziehen.
Gewonnen hat diejenige Gruppe, die die meisten Diamanten beim/bei der SpielleiterIn abliefern kann, und deren Boß die meiste Kohle gescheffelt hat.

Material:

Diamanten, Geldscheine, Ausweise für die Polizisten, jede Menge Klamotten zum verkleiden.

SpielerInnen:

Insgesamt sind mindestens 20 Personen notwendig. Dabei teilen sich die MitspielerInnen in 2-3 Diamantenringe (mind. 7 Personen), eine Gruppe Polizisten (mind. 5 Personen) und eine/n SpielleiterIn auf.
Ein Diamantenring besteht aus:

  • 1 Boß
  • 1-2 V-Männer
  • 2-3 Hehlern
  • 3-4 Juwelieren

Vorbereitung:

In einem separaten Zimmer, in das die SpielerInnen nacheinander einzeln eintreten, ziehen sie unter Aufsicht des Spielleiters/der Spielleiterin eine Karte mit ihrer Rolle und den benötigten Codewörtern.
Zusätzlich erhalten sie, der gezogenen Rolle entsprechend, ihre Ausrüstung:

  • Boß: 35 Diamanten, 0 Geldscheine, 1 Codewort
  • V-Mann: 2 Diamanten, 1 Geldschein, 2 Codewörter
  • Hehler: 2 Diamanten, 2 Geldscheine, 2 Codewörter
  • Juwelier: 0 Diamanten, 6 Geldscheine, 1 Codewort
  • Polizist: 2 Diamanten, 6 Geldscheine, 1 Codewort

Der/die SpielleiterIn notiert sich die Rollenverteilung, um als SchiedsrichterIn auftreten zu können.

Regeln:

  • Die Spielrollen werden durch Lose verteilt.
     
  • Jede/r SpielerIn kennt bei Beginn des Spiels nur seine/ihre eigene Spielrolle und die Verbindungscodewörter zu den jeweils nächst liegenden Etagen in der Hierarchie (Siehe Abbildung 1).
     
  • Jeder Diamantenring hat seine eigenen Codewörter.
     
  • Über die Codewörter können die SpielerInnen Kontakt untereinander aufnehmen, und so miteinander handeln.
     
  • Die PolizistInnen verfügen auch über ein Codewort, mit dessen Hilfe sie sich zusammenfinden können. Unter ihnen gibt es keine Hierarchie, daher ist auch das Codewort für alle PolizistInnen gleich.
     
  • Die PolizistInnen dürfen als einzige jede beliebige Person durchsuchen, und die dabei gefundenen Diamanten beschlagnahmen, müssen dafür aber ihren Ausweis vorzeigen und damit ihre Tarnung aufgeben.
     
  • Der/die SpielleiterIn ist zu Beginn des Spiels bekannt und erklärt die Spielregeln. Er/sie beteiligt sich ansonsten nur passiv am Spiel, in dem er die Diamanten von den Juwelieren entgegennimmt.
     

Spielablauf:

Zuerst erklärt der/die SpielleiterIn die Spielregeln. Wenn diese jedem/r klar sind, sollte Zeit sein, sich umzuziehen. Eine Verkleidung der Unterwelt entsprechend hat sich als sinnvoll erwiesen. Danach werden die Rollen vergeben. Hat jede/r seine/ihre Rolle erhalten, beginnt das Spiel mit dem Startzeichen des Spielleiters/der Spielleiterin.
Es kommt nun darauf an, sich mit möglichst vielen Leuten über mehr oder weniger Belangloses zu unterhalten, um die Mitspieler mit dem gleichen Codewort herauszufinden, ohne dabei seine Identität preiszugeben. Hat man einen gefunden, kann man mit ihm handeln, um möglichst viele Diamanten über die Juweliere zum/r SpielleiterIn zu bringen. Dieser notiert sich, von wem die Diamanten stammen, um so später den Sieger ermitteln zu können. Das alles wäre zu einfach, gäbe es da nicht die Polizei. Die kann versuchen, durch Scheingeschäfte Geld oder Diamanten zu erbeuten oder sich sogar in einen Diamantenring einzuschleusen und Diamanten, die eigentlich für einen Juwelier gedacht waren, abzufangen. Findet ein Polizist bei irgend jemandem Diamanten, kann er diese beschlagnahmen und bis zum Spielende aus dem Verkehr ziehen.

Tips:

  • Man muß versuchen sich in andere Ringe einzuschmuggeln um auch deren Diamanten abzukassieren.
     
  • Hat man viele Diamanten, sollte man gut versteckte Depots anlegen, oder sie besonders gut am Körper verstecken, damit die Polizei sie nicht findet.
     
  • Die Polizei sollte zunächst versuchen, getarnt aufzutreten, und sich erst zum Schluß zu erkennen zu geben.
     
  • Es ist alles erlaubt! - Die Grenze ist wie immer der "gute Geschmack"!
     

Abbildung 1:

Boß
Codewort Nr. 1
V-Mann V-Mann
Codewort Nr. 2
Hehler Hehler Hehler
Codewort Nr. 3
Juwelier Juwelier Juwelier Juwelier

Wir haben das Spiel mit 40 Kindern/Jugendlichen von 9 bis 18 gespielt, wobei das natürlich nicht ganz ideal war: Es hat zwar allen Spaß gemacht, wäre aber vermutlich spannender gewesen, wenn alle im selben Alter gewesen wären.
Wir hatten 4 Hehlerringe mit je 1 Boß, 2 V-Männern, 2 Hehlern, 3 Juwelieren und eine Gruppe mit 10 Polizisten. Die Startkapitalvergabe haben wir etwas verändert:

  • Boß: 25 Diamanten, 0 Geldscheine
  • V-Mann: 10 Diamanten, 5 Geldscheine
  • Hehler: 5 Diamanten, 10 Geldscheine
  • Juwelier: 0 Diamanten, 25 Geldscheine

Am Zeitrahmen sollte man auch noch etwas feilen. Wir hatten insgesamt 2 Stunden Vorbereitungszeit (zum Erklären und Austeilen) und 1 Stunde Spielzeit. :-(
Die Austeilzeit läßt sich verkürzen in dem man an mehreren Stellen gleichzeitig austeilt und die Spielzeit wird vermutlich stark von Alter, Größe, Übung der Gruppe sowie vom Spielfeld abhängen.
Bei uns war alles erlaubt, einschließlich Zimmer und Toiletten etc... Man muß dann allerdings hinterher sein, daß kein Mißbrauch getrieben wird (verschlossene Koffer etc. sind tabu...).
Als Codewörter hatten wir relativ exotische Begriffe aus dem Thesaurus: Das endete dann leider in Dialogen wie: "Fängt dein Wort mit ... an?" - "Leider nein, aber eins hat 4 und das andere 5 Buchstaben!"
Mit "normalen" Begriffen könnten dann richtige Dialoge z.B. übers Wetter stattfinden, um die Sache spannender werden zu lassen.


Copyright © Klaus Vogler
Letzte Aktualisierung am 1. Dezember 2003
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