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Der Löffelkönig

Der/die SpielleiterIn braucht einen Löffel weniger als TeilnehmerInnen. Die Löffel kommen in die Mitte des Kreises, den die MitspielerInnen bilden. Der/die SpielleiterIn erzählt eine Geschichte und immer wenn das Wort "Löffel" vorkommt, müssen die TeilnehmerInnen versuchen, einen Löffel zu ergattern. Wer keinen erhascht, scheidet aus. Jeweils einen Löffel weniger als TeilnehmerInnen.
Geschichte: Es war zu Zeiten des Königs Kunibert und seiner Königin Kunigunde, als man in fröhlicher Runde zu Tische saß und zum Essen einen ... Hasenbraten aß. Zum Hasenbraten verwendete man anstelle von Besteck nun einen ... Dolch, mit dem man das Fleisch verteilte. Man aß mit den Händen, nur die Soße verteilte man mit einem ... Schöpfer. Ein Löffel (1) muß es sein, sagte Kunibert. Und Kunigunde stimmte ihm zu und ließ einen goldenen Löffel (2) holen. Kunigunde liebte ihren Kunibert sehr, auch wenn der eigentlich nicht anständig mit Messer und Gabel essen konnte, geschweige denn mit einem Löffel (3). Während des Essens sah sie zu ihrem Kunibert, der nun seine Suppe löffelte (4) und war ganz angetan von dem schlürfenden Geräusch. Er löffelte (5) und löffelte (6) und konnte gar nicht genug kriegen. Doch plötzlich wurde es laut an der Tafel. Ein Ritter hatte einen anderen beleidigt: Er hatte sich über dessen große Löffel (7) lustiggemacht. Dabei waren seine Ohren gar nicht so groß, als daß man sie Löffel (8) nennen dürfte. Es entstand ein Tumult: Becher, Teller, Tassen und auch Messer, Gabeln und sogar der Schöpflöffel (9) flogen durch den Saal. Die mutige Kunigunde beschützte ihren Kunibert, der so damit beschäftigt war, seine Suppe zu löffeln (10), daß er von dem Tumult gar nichts mitbekam. Und womit beschützte Kunigunde ihn? Natürlich mit einem goldenen Löffelstiel (11). Das war für alle ein Zeichen: Die Waffen waren gewählt. Es galt also den Streit mit Löffeln (12) auszutragen, so wie die Königin es bestimmt hatte. Also ergriff sich jede Partei einen Löffel (13) und nahm Gefechtsstellung ein. Es mußten allerdings einige Korrekturen vorgenommen werden, denn einige Ritter hatten in der Hektik eine Gabel anstelle eines Löffels (14) ergriffen. - Nur Kunibert ließ sich von allem nicht stören und aß seine Suppe - er löffelte (15) und löffelte (16) und löffelte (17). Kunigunde eröffnete indes das Duell. Die Gegner versuchten nun dem anderen den Löffel (18) aus der Hand zu schlagen. Am Ende wurde dem Sieger von Kunigunde persönlich der "goldene Löffel" (19) verliehen, den er fortan an seiner Brust trug.


Copyright © Klaus Vogler
Letzte Aktualisierung am 1. Dezember 2003
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