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Schneewittchen

Der/die SpielleiterIn liest vor, die MitspielerInnen spielen spontan und antworten bei "-".
Es war einmal mitten im Winter, und die Schneeflocken fielen wie Federn vom Himmel herab. Da saß eine Königin an einem Fenster, das einen Rahmen von schwarzem Ebenholz hatte und nähte. Und wie sie so nähte und nach dem Schnee aufblickte, stach sie sich mit der Nadel in den Finger und es fielen drei Tropfen Blut in den Schnee. Und weil das Rote im weißen Schnee so schön aussah, dachte sie bei sich, wie schön es wäre, wenn sie ein Kind hätte, und sie sagte: "...". Bald darauf bekam sie ein Töchterchen, das war so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarzhaarig wie Ebenholz, und sie wurde darum das Schneewittchen genannt. Doch wie das Kind geboren wurde, starb die Königin. Nach einen Jahr nahm sich der König eine andere Gemahlin. Es war eine schöne Frau, aber sie war stolz und hochmütig und konnte es nicht leiden, daß sie an Schönheit von jemand sollte übertroffen werden. Sie fuhr einen nagelneuen roten Porsche und wenn sie Bock auf ein neues Kleid hatte, sagte sie zum König: "...". Sie hatte auch einen wunderbaren Spiegel. Wenn sie vor den trat und sich darin beschaute, sprach sie: "...", so antwortete der Spiegel: "...". Da war sie zufrieden, denn sie wußte, daß der Spiegel die Wahrheit sagte. Schneewittchen aber wuchs heran und wurde immer schöner, und als es 17 Jahre alt war, war es so schön wie der klare Tag und schöner als die Königin selbst. Als diese also wieder mal ihren Spiegel fragte: "...", antwortete dieser: "...". Als die Königin dies hörte, erschrak sie und wurde gelb und grün vor Neid. Von Stund an, wenn sie Schneewittchen erblickte, kehrte sich ihr das Herz im Leibe herum, so haßte sie das Mädchen. Und als sie merkte, daß weder Oil of Olaz noch der Chirurg von Michael Jackson ihr helfen konnte, wuchsen Neid und Mißmut in ihrem Herzen, so stark, daß es ihr Tag und Nacht keine Ruhe mehr ließ. Da rief sie einen Jäger und sprach: "....".

Sie wollte auch einen Beweis, daß der Jäger das Kind um die Ecke gebracht hatte und sagte: "...". Der Jäger gehorchte und führte das Schneewittchen in den Wald. Doch als er seine 38-Smith-and-Wesson gezogen hatte und sie auf Schneewittchen richtete, um sie zu töten, weinte sie und bat ihn: "...", und der Jäger hatte Mitleid mit ihr und sagte: "...". Die wilden Tiere werden dich bald gefressen haben, dachte er bei sich, doch es war ihm ein Stein vom Herzen gefallen, weil er sie nicht zu töten brauchte. Doch um der bösen Stiefmutter einen Beweis für den Tod des Kindes zu geben, tötete er ein Reh und nahm seine Lunge und die Leber mit. Als die böse Stiefmutter jene sah, lachte sie und sagte: "..." und sie glaubte dem Jäger. Das arme Kind aber war ganz alleine im Wald und sie wünschte sich, Gretel zu sein, denn die hatte ja wenigstens Hänsel gehabt. "Scheiß Märchen", dachte sie bei sich und rief laut: "...". Doch sie wollte nicht aufgeben und lief über spitze Steine und Dornen und die wilden Tiere taten ihr nichts. Sie lief, so lange die Füße sie trugen und erreichte am Abend eine kleine Lichtung. Auf der Lichtung stand ein schnuckeliges kleines Einfamilienhäuschen und Schneewittchen dachte bei sich: "..". Sie ging darauf zu und weil sie so müde und hungrig war, trat sie sofort ein, als sie merkte, daß die Tür nicht verschlossen war. Im Haus war alles klein und zierlich. Es hatte 7 Zimmer, Küche und Bad. Natürlich führten Schneewittchens Schritte sie sofort in die Küche. Unsagbares Erstaunen lag in ihrem Blick, als sie das Innere sah. Da stand ein weißgedecktes Tischlein mit sieben kleinen Tellerlein, jedes Tellerlein mit seinem Löffelein, ferner sieben Messerlein und Gäbelein und sieben Becherlein. Schneewittchen sagte: "...". Dann suchte sie sich ein großes Ei aus dem Kühlschrank, schlug es in die Pfanne und aß es auf einem Tellerlein mit einem kleinen Gäbelein. Schließlich trank sie ein kühles Bier aus einem der kleinen Becherlein.

Nach dem Mahl erkundete sie die Zimmer. Sie las in einem Buch, hörte Musik auf der Stereoanlage, zog sich ein Horrorvideo rein und sank schließlich satt und zufrieden in eines der kleinen Bettchen. Als es ganz dunkel geworden war, kamen die 7 Zwerge, denen das Haus gehörte, nach Hause. Sie merkten natürlich sofort, daß da etwas nicht stimmte. Der Erste sprach: "...", der Zweite: "...", der Dritte: "...", der Vierte: "...", der Fünfte: "...", der Sechste: "....", der Siebte aber entdeckte Schneewittchen, als er in sein Bettchen sah und rief: "...". Alle kamen herbei und beschauten das Kind. Der vierte Zwerg sagte: "...", und der Sechste meinte: "...". Darauf sagte der zweite Zwerg: ",...". Da wachte Schneewittchen auf und gähnte. Sie fragte: "..." und er dritte Zwerg antwortete: "...". Da erzählte Schneewittchen, wie es ihr ergangen war:"...". Die Zwerge staunten und der erste Zwerg sagte:" ...". Der fünfte Zwerg dachte sich, daß sie Schneewittchen doch behalten könnten, da Haushälterinnen so teuer wären. Er sagte deshalb: "...", und Schneewittchen freute sich sehr. Sie führte ihnen den Haushalt, während die 7 Zwerge arbeiteten. Diese warnten sie noch vor der bösen Stiefmutter. Der siebte Zwerg sagte: "...".

Tatsächlich schaute die böse Stiefmutter eines Tages ahnungslos wieder mal in den Spiegel und sagte: "..." und zu ihrem Erstaunen antwortete der Spiegel: "...". Da schmiedete die alte Frau einen Plan. Sie verkleidete sich als Ökofachberaterin und suchte das kleine Haus der 7 Zwerge auf, als diese zur Arbeit gegangen waren. Sie klopfte und rief: "..." . Aber die Zwerge hatten Schneewittchen ja gewarnt. Deshalb sagte diese: "...". Doch die böse Königin ließ sich nicht abschütteln. Weiter bot sie Schneewittchen das Müsli an und sagte: "...". Kaum war sie allein, probierte Schneewittchen das Müsli und fiel tot zur Erde. Doch sie konnte gerade noch sagen: "...". Am Abend kamen die 7 Zwerge nach Hause. Als sie Schneewittchen auf dem Boden fanden, weinten und klagten sie sehr "...", und sie machten sich Vorwürfe. Zwerg 3 sagte: "..."; Zwerg 4: "..." und Zwerg 6 erwiderte: "...". Doch sie konnten nichts mehr ändern und nahmen Schneewittchen und legten es auf eine Bahre. Sie wollten es begraben, aber es sah noch so lebendig aus, daß sie es in einen gläsernen Sarg legten und auf einen Berg trugen. Sie blieben dort tagelang, um es zu bewachen.

Eines Tages aber kam ein Königssohn des Weges. Der sah Schneewittchen und er bat die Zwerge: "...". Nach langem Überlegen willigten sie ein. Doch Zwerg 1 stellte noch eine Bedingung: "...".

Wie der Prinz aber Schneewittchen in seine Kutsche tragen wollte, rutschte sie ihm aus dem Arm und das Müsli fiel ihr aus dem Mund . Sie schlug die Augen auf, sah den Prinzen und fragte: "..." Er sagte: "...". Dann fragte er sie: "..." . Schneewittchen überlegte, doch auch sie hatte den Prinzen liebgewonnen und antwortete: "...". Der Prinz nahm ihre Hand und sie gingen eng umschlungen in den Sonnenuntergang. Die Zwerge freuten sich sehr und gingen lachend nach Hause.

Ende gut - alles gut. Die Königin jedoch bekam bei einem erneuten Versuch, ihren Spiegel zu befragen, einen Herzinfarkt und starb noch am gleichen Tag. Den 7 Zwergen verschaffte der Prinz Jobs bei Mc Donalds, und sie verdienten sich dusselig. Schneewittchen aber ließ den Prinzen in seiner ersten Amtsperiode sämtliche Reformkostläden schließen und alle Ökofachberater entlassen. Und wenn sie nicht gestorben sind, sind sie selber Schuld!


Copyright © Klaus Vogler
Letzte Aktualisierung am 1. Dezember 2003
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