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Mörder unter uns

Dieses Spiel hat alle Qualitäten eines klassischen Krimis. Ein heimtückischer Mörder ist unter uns, wie finden wir ihn? Einer nach dem anderen fällt ihm zum Opfer. Nun zeigt eure Sherlock-Holmes-Fähigkeiten und bringt ihn zur Strecke, bevor er uns alle ins Jenseits befördert hat. Zunächst muß in diesem Kriminalstück bestimmt werden, wer der Mörder ist. Ihr könnt gefaltete Zettel verteilen, von denen einer ein Kreuz trägt, oder Spielkarten z.B. Kreuz As. Wer es erwischt, ist der Mörder. Oder ihr schließt die Augen, streckt die aneinandergelegten Daumen hoch und laßt einen Außenstehenden wählen: Wer spürt, daß seine Daumen zusammengedrückt werden, der ist es. Jetzt geht es darum, ob es ihm/ihr gelingt euch alle umzubringen, bevor ihr ihn/sie auf frischer Tat ertappt. Der Mörder hat eine außerordentliche heimtückische Methode - ein Augenzwinkern in Richtung des Opfers genügt. Ihr geht nun herum (das Spiel kann aber auch um einen großen Tisch, im Kerzenschein, gespielt werden) und tauscht verstohlene Blicke aus. Wenn jemandem zugeblinzelt wird, ist er damit auch schon ermordet. Das Opfer hat nun Gelegenheit, seine/ihre schönste Sterbeszene zu zelebrieren. Da alle mitkriegen sollen, wer umgebracht worden ist, sollte das Opfer nicht davor zurückschrecken, taumelnd zusammenzubrechen, fürchterliche Schreie auszustoßen und röchelnd zu verscheiden. Damit der Mörder jedoch nicht sofort verraten wird, muß das Opfer nach dem tödlichen Zwinkern drei bis fünf Sekunden warten, bevor es sich ans Sterben macht. Für die Überlebenden wird die Situation immer kritischer. Einer nach dem anderen wird dahingerafft. Jetzt muß der Mörder schnellstens entdeckt werden, bevor ihr alle ausgeblinzelt seid. Wie geht ihr dabei vor? Wenn eine/r von euch meint, den Mörder erkannt zu haben sagt er/sie: "Ich haben einen Verdacht!" Leider genügt ein einzelner Verdacht nicht, es muß sich noch ein zweiter finden, der sagt: "Ich stimme dem Verdacht zu!", sonst wird einfach weiter gespielt. Wenn zwei von euch Verdacht geschöpft haben, müssen sie bis drei zählen und dann auf den/die MitspielerIn deuten, von dem/der sie glauben, er/sie sei der Mörder - aber ohne sich vorher zu beraten. Zeigen sie beide auf eine/n Unschuldige/n oder auf zwei verschiedene Verdächtige (selbst wenn einer der beiden wirklich schuldig ist), müssen sie augenblicklich sterben - als Strafe für ihre Unfähigkeit als Detektive. Wenn sie jedoch beide auf den wahren Mörder zeigen, legt er/sie ein vollständiges, reuevolles Geständnis ab, und das Verbrechen des Jahrhunderts ist aufgeklärt. "Mörder unter uns" kann immer wieder durch Ergänzungen und zusätzliche Regeln geändert werden. Bei der klassischen Version geht ihr nicht herum, sondern sitzt im Kreis; jeder kann sehen, und mit euren Augen versucht ihr dem todbringenden Blinzeln auszuweichen und zugleich den Mörder zu entlarven. Beim Mord-Marathon startet ihr das Spiel und geht dann eurer gewöhnlichen Beschäftigung nach - eine abendliche Zusammenkunft oder ein Wochenendtreffen kann dadurch spannend und dramatisch werden. Das Killen kann zur Pest ausarten, wenn ein Opfer andere mit ins Grab reißt, die es im Sterben berührt. Bei allen Formen von "Mörder unter uns" müßt ihr euch vor betrügerischen Machenschaften in acht nehmen. Was passiert, wenn der Hauptverdächtige sich dem ersten Ankläger anschließt? Wenn euch diese mörderischen Umtriebe zu gruselig sind, könnt ihr aus dem Mörder auch einen Don Juan machen, der romantische Ohnmachtsanfälle bei seinen Opfern hervorruft. Aber wenn ihr mit dem sanften Krieg einverstanden seid, warum dann nicht auch mit einem kleinen sanften Verbrechen?


Copyright © Klaus Vogler
Letzte Aktualisierung am 1. Dezember 2003
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