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 Tips für SpielleiterInnen

"Blinden"spiele

  1. Der/die Blinde wird mit allen Hilfsmitteln (Sprache, Hände) geführt.
     
  2. Der/die Blinde wird nur mit der Hand geführt (Sprechen nicht erlaubt).
     
  3. Kontakt nur noch über die Fingerspitze, oder mehrere Fingerspitzen (gegenüberstehen).
     
  4. Das rechte Bein des/der Sehenden wird mit dem linken Bein des/der Blinden mit Tesakrepp verbunden.
     
  5. Der/die Sehende geht voran und führt den/die Blinde/n durch einen Summton.
     
  6. Der/die Sehende geht hinter dem/der Blinden und gibt Richtungsangaben durch Antippen der rechten oder linken Schulter. Stop = Antippen beider Schultern.
     
  7. Der/die Blinde geht allein durch den Raum. Der/die Sehende bleibt am Rand und gibt Anweisungen (vorher miteinander sprechen, damit man sich an die Stimme gewöhnt).
     
  8. Der/die Blinde muß über Hindernisse geleitet werden (Tische, Bänke usw.).
     
  9. Der/die Sehende läßt den/die Blinde/n Erfahrungen machen: z.B. neue Räume oder bestimmte Gegenstände ertasten, draußen an Blumen riechen usw.
     
  10. Der/die Blinde folgt der Stimme des/der BlindenführerIn. Diese/r verändert seine/ihre Stimmlage und Stimmausdruck ständig. Diese Veränderungen und neue Formen versucht der/die Blinde in Bewegungen umzusetzen.
     
  11. Alle tanzen in Paaren und halten Kontakt mit den Händen. Dabei bestimmen die "Blinden" wie getanzt wird, die "Sehenden" spiegeln sozusagen die Bewegungen und Tanzformen der "Blinden". Auf ein Signal werden die "Blinden" von den "Sehenden" an andere "Sehende" weitergegeben (je nach Gruppe eventuell mit kurzen Sehphasen). Die "Blindphasen" nicht so lange gestalten. (Ruhige Musik!).
     
  12. Astronautenspiel: Papierknäuel im Raum verteilen (= Meteoriten). Der/die Sehende (StationsleiterIn) muß durch Zurufe den/die Blinde (AstronautIn) zur Bodenstation führen, ohne daß die Papierknäuel berührt werden (Durch die vielen Paare ist es notwendig, sich vorher an die Stimme des Partners/der Partnerin zu gewöhnen).
     
  13. Alle sind blind und bewegen sich im Raum (je nach Raum und Gruppe eventuell ein/zwei Sehende einsetzen, die vor Hindernissen warnen). Blind ertasten die SpielerInnen die Gesichter, Haare, Hände usw. ihrer MitspielerInnen ohne zu raten. Dabei sollte man sich Zeit lassen. Dieses Spiel nicht an den Anfang stellen, da es dort leicht Angst auslösen kann.
     

Alle Blindenspiele setzen ein bestimmtes Vertrauen in den/die PartnerIn oder den/die jeweils "Sehende/n" voraus, das nicht ausgenutzt werden darf. Deshalb sollte der/die GruppenleiterIn nur dann mitspielen, wenn er/sie die Gruppe gut kennt und sicher ist, daß das "blinde Vertrauen" nicht ausgenutzt wird.


Copyright © Klaus Vogler
Letzte Aktualisierung am 1. Dezember 2003
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